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Fühl dich gut – fühl dich gesund! Wie Gefühle deine Gesundheit beeinflussen

„Wer den Pessimismus aufgibt, verringert das Risiko schwerer Erkrankungen.“
Deine innere Einstellung hat maßgeblichen Einfluss auf deine Gesundheit. Redewendungen wie „Liebe geht durch den Magen“ oder „krank vor Sorge sein“ drücken dies aus. Heute weiß man immer genauer, wie Gefühle, Gesundheit und Immunsystem physiologisch zusammenhängen – und dass du dich nicht nur „krank machen“, sondern auch „gesund fühlen“ kannst!

Die Wissenschaft dahinter nennt sich Psycho-Neuroimmunologie oder auch Mind-Body-Medizin. Die Grundaussage: Rein physische oder psychische Erkrankungen gibt es nicht. Sowohl bei der Erhaltung der Gesundheit als auch bei der Entstehung von Beschwerden oder bei der Genesung spielen Emotionen nachweislich eine Rolle, die vielleicht größer ist, als man bisher annahm.

Wie funktioniert das?

Nerven-, Hormon- und Immunsystem kommunizieren miteinander: Es konnte bewiesen werden, dass Immunzellen die Signale des Nerven- und Hormonsystems mittels passender Rezeptoren aufnehmen können. In Gefühlssituationen werden verschiedene Hormone ausgeschüttet und auf diese reagieren deine Immunzellen unterschiedlich. Manches stimmt sie froh, anderes eher nicht. Dauerstress zum Beispiel mögen die Immunzellen nicht, zu viel des Stresshormons Cortisol hemmt sie. Andersherum haben Immunzellen auch Einfluss darauf, wonach du dich fühlst: Sie lassen dich zum Beispiel bei einer Grippe mehr schlafen, damit sie in Ruhe arbeiten können.

Was hat das aber nun mit deiner Einstellung zu tun?

Gewisse Eigenschaften begünstigen Situationen, in welchen sich dein Immunsystem nicht wohl fühlt. Wer etwa sehr perfektionistisch ist, steht oft unter Stress, da sich das gewünschte Ziel nun eben nicht immer erreichen lässt. Wird dieser Stress chronisch und als psychische Belastung empfunden, produziert die Nebenniere auch dann weiterhin Cortisol, wenn der eigentliche Stressfaktor schon vorüber ist. Das hemmt die Immunzellen. Außerdem verengt es die Arterien, steigert den Blutdruck, führt zu Ablagerungen und trägt somit zum Risiko von Erkrankungen bei. Ab und zu einmal "5 gerade sein lassen" kann deinen immuszellen also auch das Leben leichter machen.

Neben (dauerhaftem) Stress werden unter anderem Einsamkeit, Angst, Depression, mangelndes Selbstwertgefühl, Hilflosigkeit, Sorge, Trauer und unterdrückte Wut als negativ für das Immunsystem angesehen.

Positive Einstellung kann heilsam sein!

Doch keine Angst: Auch positive Effekte bestehen! So reagieren deine Immunzellen beispielsweise besonders positiv auf Gesellschaft, Glaube und Zuversicht. Damit lässt sich auch erklären, warum Krankheiten manchmal geheilt werden, obwohl körperliche Anzeichen dagegen sprechen.

Was aber, wenn es dir mal nicht so gut geht? Du kannst an ein paar Schrauben drehen, um deine Gefühle zu beeinflussen – und damit dein Immunsystem und deine Gesundheit zu unterstützen. Hier ein paar Tipps:

Fühl in dich hinein!

Frag dich, woher deine Emotionen überhaupt kommen. Oft ist uns das nicht richtig bewusst. Wie fühlst du dich wirklich? Fällt es dir auf, wenn du „einen Kloß im Hals“ hast? Warum ärgerst du dich? Ist es das wert?

Sei nett zu dir!

Überprüfe deine innere Stimme: Bist du nett genug zu dir? Sprich gut zu dir selbst, schimpfe nicht mit dir. Dadurch wirst du innerlich ruhiger und stärker und steigerst dein Selbstwertgefühl. Nobody is perfect!

Bei der Umsetzung helfen auch Entspannungstechniken, wie sie sich in den bee Übungen finden, darunter Atemübungen, Akkupressurtechniken oder entspannende Posen. Sie aktivieren deinen Parasympathikus, den „Ruhenerv“, welcher Puls, Blutdruck und Stresshormone senkt.

Spiel dir was vor!

Wenn es mal gar nicht klappen will mit dem „gut fühlen“, kannst du es dir einfach vorspielen! Ja – das funktioniert tatsächlich! Du kannst dich zum Beispiel im Spiegel anlächeln oder dir selbst etwas Erfreuliches erzählen. In Experimenten wurde nachgewiesen, dass die Immunzellen darauf positiv reagieren, selbst wenn das Lächeln nicht „echt“ ist oder das Erzählte gar nicht der Wahrheit entspricht. Ebenso wirken offene, selbstbewusste Körperhaltungen ("Power Posen") positiv auf dein Befinden. Probier's mal aus!

Bewege dich mit Freu(n)de(n)!

Bewegung baut einerseits Stress ab und fördert andererseits die Ausschüttung von Endorphinen, welche dich und deine Immunzellen glücklich stimmen. So hängen auch hier dein Befinden und deine Abwehrkraft zusammen. Achte jedoch darauf, dich nicht zu überanstrengen – denn das kann den gegenteiligen Effekt haben und dein Immunsystem schwächen. Plane Erholungsphasen ein und wähle Bewegungen, die du gerne machst. Wenn du dann noch mit Freunden zum Sport gehst oder einen Spaziergang machst, stärkst du dich doppelt, weil auch Gesellschaft gut für dein Befinden und dein Immunsystem ist.

Wie du siehst, sind es richtig schöne Dinge, die deine innere Einstellung und deine Abwehr stärken: Freu(n)de, Entspannung, wohltuende Bewegung, Nettigkeit! Und auch mit bee trägst du regelmäßig zu deiner Entspannung, Bewegung und Körperhaltung bei. Fühl dich gut – fühl dich gesund!